Schützen
- Messe, Karneval in der Kirche |
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12.11.2006
und 11.11.2007: Kirche und Karneval : |
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Die
NRZ berichtete am 16.10.2002 So nimm denn meine Hände" - Gotteslob mit dem richtigen Dreh wünschten sich Gemeinderat und Pfarrer Koch von der katholischen Gemeinde St. Barbara in Duisburg-Rheinhausen für ihren Heilige Messe zum Pfarrfest. Die Musik zum Festgottesdienst gestaltete dann auch keine Kirchenorgel. Vielmehr legte ein halbes Dutzend Männer und Frauen musikalisch Hand an: "Ferdis Drehorgelorchester" kurbelte Weihelieder in der Heiligen Messe und anschließend Oldies im Pfarrgarten. "Ave Maria", "Tochter Zion" und "Eine feste Burg" - alle aus dem Leierkasten gezaubert. Dem Anlass entsprechend hatten sich die Drehorgelspieler festlich gekleidet. Kein Hauch von Jahrmarkt, vielmehr ein gottesfürchtiges Luftspiel sakraler Melodien. So ein Konzert ist echte musikalische Handarbeit mit elektronischem Beiwerk. Die rollenden Orgelinstrumente (Kosten: 10 000 bis 32 000 E pro Kasten) tragen zwischen 33 und 47 Tonstufen in ihrem Bauch, die von Pikkolo, Violinen- und Trompetenpfeifen ausgefüllt werden.Wenn alle fünf Drehorgeln in Betrieb sind, entsteht das Klangvolumen der kompletten Klaviertastatur mit 110 Tonstufen. Der Clou: "Die traditionellen Lochstreifen, durch die Luft in kleinen Blasebalgen auf die Orgeltasten gedrückt wurde, sind durch pneumatische Ventile und kleine Elektromagneten ersetzt worden", verrät Ferdi Bischoff, Chef des Orchesters. Immer schön
im Kreis Bischoffs "Drehpartner" kennen sich aus Jugendzeiten, als sie im Spielmannszug des Schützenvereins miteinander um die Wette flöteten und auf die Pauke hauten: Ehefrau Anni, Rainer Jansen und Theo Hassel kurbeln seit zwölf Jahren mit. Zur Erweiterung des Orchesters vor sechs Jahren suchten sie nicht lange. Die Ehefrauen Traudel Hassel und Christel Jansen wagten ohne Zögern den Kreiselgriff. "Wie früher an der handgetriebenen Waschmaschine", mag mancher denken. Nur müssen nach dem Konzert keine Laken mehr getrocknet werden. Der Duisburger Ferdi Bischoff gastiert seit 1987 mit seinem Drehorgelorchester bei Stadt- und Dorffesten, von Duisburg bis Virginia in den Vereinigten Staaten. Der Niederrhein mit Voerde, Moers, Goch, Geldern, Büderich, Orsoy sind da immer willkommene Zwischenstationen. Einen besonders großen Musik-Drehtag erlebte Ferdinand Bischoff bei der Schlüsselübergabe im neuen Plenargebäude des Deutschen Bundestages im April 1999. Da wurden die beliebten Berliner Hinterhof-Melodien aus dem letzten Jahrhundert serviert, stilecht in Kostümen der 20er Jahre. Die fahrbaren
Holzkästen, einige schon fast 100 Jahre alt, sind eine
Augenweide. Wenn aber das
rund 1000 Titel umfassende Repertoire einmal wider
Erwarten nicht reichen sollte, was dann? Kein Problem für
Ferdi und seine Orchesterkollegen. Dann ertönt der
Ohrwurm aus der Kiste: "Lieber Leierkastenmann, fang
noch mal von vorne an." Das
Publikum war bisher immer begeistert !!
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